Kritik zu BachWerkVocal am 22. November

Was immer an Seelenschwächen und Jenseitsdrängen in Bachs Kantaten BWV 70, 229 und 140 erschallt, das sechste Konzert im ambitionierten Zyklus BachWerkVokal zeugte von Zähigkeit und Kraft der Jugend und dem unbändigen Willen, ein Ziel zu erfüllen und seinen Stellenwert zu definieren.

Gordon Safari ist sichtbar bewegt vom Bedürfnis zu gestalten und sich mitzuteilen. Dazu kommt der Anspruch, die Leistung aller Beteiligten auch als Basis für die Solidarität mit Notleidenden anzubieten. Und das Publikum wird eingebunden, Grenzen werden durchbrochen. Safari ist ein Katalysator für eine Salzburger Musikerszene.

In der Motette Komm, Jesu, komm BWV 229 überrascht Safari mit neuem Raumklang der Sänger von den Balkonen bei zarter Instrumentalbesetzung.

Viel Applaus in der voll besetzten Kirche für ein höchst engagiertes Unterfangen, das vom Gestaltungswillen jedes der teilhabenden Mitglieder getragen ist.

Erhard Petzel, DrehPunktKultur 23/11/2015: Beitrag von Drehpunktkultur.at

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