Presse

Eine besondere Kritik für BachWerkVokal

In der Kritik von Bernhard Kriechbaum für DrehPunktKultur ist gleich der erste Satz Grund zum Stolz:
Der Zyklus BachWerkVokal in der evangelischen Christuskirche gehört zu den bemerkenswertesten neuen Kultur-Unternehmungen in der Stadt Salzburg der letzten Jahre.
Lesen Sie die gesamte Kritik gleich hier!

Packend, auch ohne Massen und Pracht

Gordon Safari sucht in seiner Interpretation einerseits den großen Fluss, andererseits die liebevolle Ausdeutung und Sichtbarmachung kleinster figuraler Details, …… es gelingen
sehr dichte und fesselnde Momente. In den beiden minimal besetzten Orchestern hat Safari hervorragende Musiker und Musikerinnen seines Barockorchesters Kontra.Punkt zusammengestellt, die sich in den Arienbegleitungen auch als sensible und virtuose Solisten beweisen.

Der Orchesterklang ist ….. sehr schön transparent. Safari arbeitet intensiv mit Farbgebung und Dynamik, aber auch die klangvollen Tuttistellen sind durchaus überzeugend.

Viele heikle schnelle Einwürfe übernimmt das wirklich wunderbare vier-bis achtköpfige Solistenensemble: Das ist an Präsenz und Schlagkraft kaum zu überbieten. Die kleineren Chorsoli zeigen, welch schöne Stimmen Safari versammelt hat. Bei den Arien kommen auch die jungen Sängerinnen und Sänger zum Zug.

Und es ist keine Frage mehr: Bachs Matthäuspassion packt die Menschen auch, wenn sie nicht mit Massen und Pracht musiziert wird.

Christiane Keckeis, DrehPunktKultur 27/03/17: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/musik/meldungen-kritiken/10660-packend-auch-ohne-massen-und-pracht

Wie sich Bach anfühlt – Ein Konzert mit Übersetzung für Gehörlose

Vielleicht denkt der Schreiber dieser Zeilen politisch nicht korrekt genug. Aber eine Aufführung von Bachs „Weihnachtsoratorium“, live „übersetzt“ in Gebärdensprache: Ist das nicht eine Form besonderer seelischer Grausamkeit gegenüber den Gehörlosen?

Mitnichten. Das ausgebuchte Konzert von BachWerkVokal vom letzten Sonntag bewies eindrucksvoll das Gegenteil.

Den Artikel zum Konzert von drehpunktkultur.at gibt es hier in der Nachlese!

Die Erlösung im Wohnzimmer

…er zielt auf rhetorische Lebendigkeit und kompromisslosen Originalklang.

Mit solchen Leuten lässt sich Händels „Messias“ sehr gut machen. Und zwar auf eine Weise, wie man ihn sonst kaum einmal zu hören bekommt: Gordon Safari baut auf acht besonders routinierte Sängerinnen und Sänger für einen famosen Prinzipalchor, bei dem er sich auf reaktionsschnelle Einsätze und präzisen Klang verlassen kann.

Zum puren Vergnügen wird es unter diesen Bedingungen, der sprechenden Artikulation nach zu lauschen. Gordon Safari hat diesbezüglich ein sehr präzises Klangbild vor Augen, das die Vokalisten und die reichhaltig besetzte Continuogruppe so gut wie immer einlösen.

Reinhard Kriechbaum, DrehPunktKultur 16/11/16: http://drehpunkt.infobox.at/index.php/musik/meldungen-kritiken/10284-die-erloesung-in-wohnzimmer

Gordon Safari und sein Bach an der Salzach

Wenn es jemand schafft, einen Chor von dieser mächtigen Qualität in kürzester Zeit aufzuziehen, dann ist es Gordon Safari.

Anna Fremuth, Blog Fräulein Floras Favourite Hangout, April 2016: FräuleinFlora: Gordon Safari und sein Bach an der Salzach

Die Engel spielen Bach

Gordon Safari, Dirigent und künstlerischer Leiter von BachWerkVokal, ein Musiker und Mensch voller Leidenschaft und Charisma, einer, der für Bach brennt und scheinbar Unmögliches möglich macht.

Angelica Pral-Haidbauer, Look! Salzburg,März 2016: Hier als PDF hier zu lesen

Kritik zu BachWerkVocal am 22. November

Was immer an Seelenschwächen und Jenseitsdrängen in Bachs Kantaten BWV 70, 229 und 140 erschallt, das sechste Konzert im ambitionierten Zyklus BachWerkVokal zeugte von Zähigkeit und Kraft der Jugend und dem unbändigen Willen, ein Ziel zu erfüllen und seinen Stellenwert zu definieren.

Gordon Safari ist sichtbar bewegt vom Bedürfnis zu gestalten und sich mitzuteilen. Dazu kommt der Anspruch, die Leistung aller Beteiligten auch als Basis für die Solidarität mit Notleidenden anzubieten. Und das Publikum wird eingebunden, Grenzen werden durchbrochen. Safari ist ein Katalysator für eine Salzburger Musikerszene.

In der Motette Komm, Jesu, komm BWV 229 überrascht Safari mit neuem Raumklang der Sänger von den Balkonen bei zarter Instrumentalbesetzung.

Viel Applaus in der voll besetzten Kirche für ein höchst engagiertes Unterfangen, das vom Gestaltungswillen jedes der teilhabenden Mitglieder getragen ist.

Erhard Petzel, DrehPunktKultur 23/11/2015: Beitrag von Drehpunktkultur.at

Aufruf zu Nächstenliebe und Toleranz bei BWV V

Gordon Safari hat unter begeistertem Applaus nach dem 5. Konzert in der Reihe BachWerkVocal am 18. Oktober in der Salzburger Christuskirche die Zuhörer_innen zu Nächstenliebe und Toleranz aufgerufen.
„Wir alle sind gemeint, wenn es im Schlusschoral der Kantate Brich dem Hungrigen dein Brot BWV 39 heißt, „Selig sind, die aus Erbarmen sich annehmen fremder Not“
…so der Dirigent und künstlerische Leiter Gordon Safari. Ein namhafter Betrag an freiwilligen Spenden konnte der Diakonie Flüchtlingshilfe bereits überwiesen werden.

Moritz Plasse (Traversflöte) musizierte als Solist zusammen mit der B@roqueB@ndS@lzburg die berühmte Suite in h BWV 1067. Mit virtuoser Brillanz, warmem, klarem Ton und einer großen Bandbreite an Klangfarben riss er das Publikum mit der abschließenden Badinerie zu Beifallsstürmen hin.

Peter Arp (Salzburger Landestheater) las ausgewählte Gedichte sowie Bibelzitate und fesselte die Zuhörer_innen mit klarer Diktion und ausdrucksvoller Interpretation der von ihm ausgewählten Texte.

Das Vocalensemble BWV und die B@roqueB@ndS@lzburg musizierten unter Gordon Safaris Leitung mit präziser Genauigkeit sowie feiner Klangsinnigkeit die beiden Kantaten  Es wartet alles auf dich  BWV 187 und Brich dem Hungrigen dein Brot BWV 39. Die Begeisterung der Musiker_innen übertrug sich auf die Zuhörerschaft.

Das Ineinandergreifen von Wort, Musik und aktuellem Tagesgeschehen hinterließ spürbar einen tiefen Eindruck bei Zuhörern wie Ausführenden. Die Uraufgaben christlichen Handelns, die heute aktueller denn je sind, waren mit Bachs Musik ganz und gar präsent.

So macht Bach pures Vergnügen

Ja, da wächst etwas Spannendes heran.

Gordon Safari geht es nicht um eine musikphilologische Kantatenenzyklopädie, sondern um lebfrisches, abwechslungsreiches Musizieren. Auffallend ist besonders, wie sehr er die Sänger vom Wort ausgehen lässt, was zu plastischer Artikulation und quasi-dramatischem Ausdruck führt.

Karl Harb, Salzburger Nachrichten 13/07/2015